Autor: Claudia Leitloff

Kreativ für die Hospizarbeit – Spendenaktion in der Glasbläserei Glashalm

Heiß wurde es in der Werkstatt der Glasbläserei Glashalm in Linkenheim, als die Flamme das Glas zum Glühen brachte. Dann den Mund an die Glasröhre und fest pusten. Gebannt beobachteten Klein und Groß, wie sich unter den gekonnten und gleichmäßigen Bewegungen der Glasbläserin Anja Reynolds das Glas zu einer Kugel formte. Selbst geblasen und nach dem Abkühlen auch noch selbst verziert! Da konnten viele Besucher des Glassterntages stolz ein eigenes Kunstwerk mit nach Hause nehmen. Dank des Wetters nicht viel weniger heiß und genauso kreativ ging es im Werkraum nebenan beim Fusing zu. Dort hatte das Team der Glasbläserei Figuren vorbereitet, die nach Herzenslust verziert werden konnten. Anschließend noch ein Tässchen Kaffee im liebevoll dekorierten Innenhof der Glasbläserei und ein wenig durch den eigens zusammengestellten Sonderverkauf schlendern und der Tag war perfekt. Für die Besucher und ganz besonders für die Ehrenamtlichen der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“. Ihrer Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung kamen die Einnahmen des Tages zugute. „Bislang haben wir bei unserem Glassterntag Gruppen zu einem kreativen Tag zu uns eingeladen.“, erklärt …

Mitmachen, Spaß haben und Gutes tun – Glassterntag in der Glasbläserei Glashalm

Die Glasbläserei Glashalm in Linkenheim bietet mit dem Glassterntag jährlich eine Aktion zur Unterstützung sozialer Projekte. Dieses Jahr darf sich die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“  über eine Spendenaktion freuen. Am Samstag, den 20. Juli, können sich Besucher der Glasbläserei mit der Fusing-Technik oder beim Glaskugelblasen als Künstler versuchen und eigene Kreationen erschaffen. Oder sie entdecken ganz besondere Geschenk- und Dekorationsideen in den Verkaufsständen. Getränke, Kaffee und Leckereien der Bäckerei Lang aus Linkenheim runden das Angebot ab. Glassterntag: Samstag, 20. Juli von 11:00 – 16:00 Uhr Glasbläserei Glashalm, Georg-Adam-Langstr.1, 76351 Linkenheim-Hochstetten Bild: Andreas Einhardt

Arbeit mit Herz – Leitungswechsel bei der Ambulanten Hospizgruppe

„Wir Hospizbegleiter haben eine Ausbildung, aber Sterbebegleitung muss man auch mit dem Herzen machen.“, so beschreibt Beatrix Hasert, Vorstandsmitglied der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung, ihre Herangehensweise an dieses besondere Thema. Bei der Mitgliederversammlung der Ambulanten Hospizgruppe ging es, dank inhaltlicher Nachfragen einiger Mitglieder, nicht nur um Zahlen und Statistiken, sondern auch um die Arbeit, für die sich die ehrenamtlichen Hospizbegleiter entschieden haben. Ob in der Sterbebegleitung, der Trauerarbeit oder auch in Projekten wie „Hospiz trifft Schule“, bei dem Ehrenamtliche Schulstunden gestalten und jungen Menschen das Thema Sterben und Hospiz näher bringen. „Da kommen dann schon mal ganz direkte Fragen, wie etwa nach dem schlimmsten Erlebnis in einer Begleitung“, erzählt Beatrix Hasert und veranschaulicht mit Begeisterung die unbefangene Art der Schüler und die schönen Momente, wenn aus einem schweren Thema eine berührende Schulstunde mit ganz viel Leben wird. Um den Ehrenamtlichen für all ihre Aufgaben das nötige Rüstzeug und genug Herz mitzugeben, braucht es natürlich auch eine Ausbilderin mit Herz. Claudia Schäfer-Bolz, seit zwanzig Jahren in der Hospizarbeit tätig, übernimmt diese Aufgabe in der Ambulanten …

Swing, Skulpturen und Szenenwechsel – Benefizevent für die Ambulante Hospizgruppe

Es war wie eine musikalische Reise, zu der sich die zahlreichen Gäste des Benefizevents im Exil Theater entführen lassen konnten. Nach einer Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“, Ernst-Dieter Elschner, ließen sanfte Klänge der Band Chilly Jazz die Zuhörer genussvoll schwelgen. Zur Musik von Klavier, Bass und Schlagzeug luden zarte Klänge des Saxofons oder der stimmungsvolle Gesang von Heidi Gretenkord und Wolfgang Wittke zum Träumen ein. Und mit Einsatz der Band Trio Corde war auch klar, wohin die Traumreise führte: Zu den heißen Rhythmen Südamerikas. Die Finger der Gitarristen Harry Jäger, Ulrich Meier-Czolk und Uwe Gretenkord glitten nur so über die Saiten, die Füße wippten und Chilly Jazz Schlagzeuger Thomas Winkler, der „Wandler zwischen den Welten“, gab auch hier problemlos den Takt an. Nach so viel südamerikanischem Temperament konnten Chilly Jazz mit „Fly me to the Moon“ den Puls der Zuhörer wieder beruhigen – nur um sie kurz darauf mit der Unterstützung von „Vier+Eins Saxofon Quartett“ und dem Song „Ulla in Africa“ feurig in afrikanische Gefilde zu versetzen. Die Saxofone …

Geteiltes Leid und Hoffnungsschimmer – Seminartag für Angehörige nach Suizid

Dass geteiltes Leid halbes Leid sei ….das sagt sich so leicht. Ob es letztlich stimmt, können nur die Betroffenen selbst beurteilen. Dass  Menschen mit ähnlichem Schicksal ein klein wenig leichter ums Herz werden kann, wenn sie erleben, dass sie mit so vielen anderen in einem Schicksals-Boot sitzen – das war am Ende des Seminartages, den die Ambulante Hospizgruppe in Kooperation mit der Katholischen Klinikseelsorge angeboten hat, greifbar. Wie kein anderes Thema macht der Suizid eines Menschen alle anderen drumherum sprachlos, ist diese Todesart doch ein einziges Tabu. Angehörige stürzen von einer Sekunde auf die andere in ein unvorstellbares Gefühlswirrwarr, in dem abwechselnd Scham, Schuld, Versagen oder Wut die Oberhand gewinnen. Keine andere Todesart hinterlässt so viel Ambivalenz dem Menschen gegenüber, der diesen Schritt vollzogen hat. Da war es hilfreich von der Referentin Tatjana Hartmann-Odemer, systemische Therapeutin, einfach ganz nüchtern ein paar Fakten zu hören. Wie es zu einem Suizid kommen kann, welche Auslöser es geben kann, welche psychischen aber auch sozialen Gegebenheiten einen Suizid begünstigen, warum Anzeichen häufig nicht als solche wahrgenommen werden und vieles …