Autor: Claudia Leitloff

Abschied und Willkommen – Jahresgedenkfeier der Ambulanten Hospizgruppe

„Es geht nicht, dass ich bleib – mich ruft mein Stern.“ So einfach und klar formulierte Rolf Zuckowski einst in einem Kinderlied diese Wahrheit, die uns beim Thema Sterben alle betrifft. Doch so einfach und klar es klingt, so schwierig ist es oft für diejenigen, die nicht mitgehen können, die zurückbleiben müssen. Für all jene, denen diese Erfahrung nicht fremd ist, gestaltete die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung ihre Jahres-Gedenkfeier in der Kapelle des Paulusheimes. Bei berührender musikalischer Begleitung durch Jutta Scherban und ihre NGL-Solist*innen wurden die Namen derer verlesen, die im vergangenen Jahr von den Ehrenamtlichen der Hospizgruppe auf ihrem letzten Weg begleitet worden waren. Für jeden dieser Menschen stand eine beschriftete Kerze zum Entzünden bereit.  Gitte Henneges, Trauerrednerin und Mitglied des Leitungsteams der Ambulanten Hospizgruppe, fand einfühlsame und trostspendende Worte: Warum den Tod mal nicht als Ende, sondern als Übergang zur Unsterblichkeit betrachten? Zwar ist ein lieber Angehöriger un(be)greifbar weit weg, im Herzen und in den Gedanken aber oftmals doch so nah. Die Leiterin der Ambulanten Hospizgruppe, Claudia Schäfer-Bolz, beschrieb diesen Zustand mit …

Kunst, Musik und pure Lebensfreude – Benefizevent lässt Waldseehalle beben

Laut, bunt und wild stellte sich das Leben der Vergänglichkeit, als am vergangenen Freitag Musik und Kunst die Waldseehalle in Forst rockten, um Spendengelder für die ehrenamtliche Arbeit der Ambulanten Hospizgruppe zu sammeln. Denn nur weil Leben und Sterben, wie Bürgermeister Bernd Killinger es in seiner Begrüßungsrede formulierte, die zwei Seiten einer Medaille sind und untrennbar zusammen gehören, heißt das ja nicht, dass man das Leben nicht in vollen Zügen genießen dürfte. Und so hatte sich Uwe Schreiber von der Hospizgruppe auf den Weg gemacht, um ein Benefizevent auf die Beine zu stellen, das alle Sinne anspricht. Zusammen mit Stefanie Otto konnte er musikalische Ausnahmetalente wie Edo Zanki, Robert Ahl und Band, Armin Rühl, Bernadette Ahl, Marion La Marché und Olli Roth gewinnen, ihr Können in den Dienst der guten Sache zu stellen. Und dass sie das gern taten, war bis in den letzten Winkel der Waldseehalle zu spüren. Weil die vorgesehenen Plätze für die Massen an begeisterten Zuhörern lange nicht ausreichten, wurde auch im Foyer noch ausgiebig mitgetanzt und gesungen. Die Musiker, wenn auch …

Jahres-Gedenkfeier der Ambulanten Hospizgruppe

Am Samstag, dem 26.1.2019, um 16:00 Uhr laden wir herzlich zu unserem Jahresgedenken in die Kapelle des Paulusheimes, Huttenstraße 49, in Bruchsal ein. In einer würdigen Feier werden wir an all jene Menschen erinnern, die im zurückliegenden Jahr von unseren Ehrenamtlichen auf ihrem letzten Weg begleitet wurden und deren Lebenskreis sich geschlossen hat. Eingeladen sind Hinterbliebene, aber auch alle an der Hospizarbeit interessierten Menschen. Gitte Henneges und Solist*innen des NGL (Neues Geistliches Lied) Bruchsal werden die Feier mitgestalten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei einem wärmenden Getränk und Hefezopf mit unseren ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen oder anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Foto: Achim Liepold

…Noch mal leben vor dem Tod – Gedanken zu Abschied, Sterben, Tod und Trauer

Die Nachdenklichkeit, die dem November innewohnt, passte gut zum Themenschwerpunkt des Abends, zu dem Iris Bruns-Riehl, Kreisvorsitzende der Frauen-Union Karlsruhe-Land in die Räume der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ eingeladen hatte. Claudia Schäfer-Bolz, als Sozialpädagogin und Palliative-Care-Fachkraft  seit nahezu 20 Jahren in der Hospizarbeit engagiert verstand es, die zahlreichen Anwesenden mit hinein zunehmen in Grundfragen des Menschseins.  Jeder Mensch, der eine früher, die andere später, der eine laut, die andere leise stellt sich solche Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der tiefere Sinn meines Daseins? Worauf darf und kann ich hoffen? Die Erfahrung aus der Hospizarbeit zeigt, dass es genau diese Fragen sind, die angesichts eines  schweren Schicksals und der absehbaren Endlichkeit des Lebens aufbrechen können. Die Anwesenden waren eingeladen, dem nachzuspüren, was das Leben lebenswert macht, Heilsein im Unheil -geht das? Was zählt und trägt in der Krise? Welche Spuren möchte ich hinterlassen? Und wie will ich in Erinnerung bleiben? Weil es in solch schwierigen Lebensabschnitten Menschen braucht, die es gut meinen und die keine Berührungsängste haben, erläuterte …