Autor: Claudia Leitloff

Die Ambulante Hospizgruppe erweitert ihr Angebot – Neue Trauergruppe für Männer

Die Ambulante Hospizgruppe freut sich, ihr Angebot für Trauernde im Oktober erweitern zu können – um eine neue und eine alte Veranstaltung. Nachdem das Paul-Schneider-Gemeindehaus in Wiesental aufgrund von Corona lange nicht genutzt werden konnte, darf ab Oktober das Café Regenbogen dort wieder stattfinden. Am 25. Oktober sind trauernde Menschen also herzlich eingeladen, sich in Wiesental in gemütlicher Runde zusammenzufinden und auszutauschen. Das bisher als „Ersatztermin“ angebotene Café Regenbogen in Bruchsal hat sich inzwischen als feste Anlaufstelle etabliert und wird deshalb auch weiterhin stattfinden. Darüber hinaus startet die Hospizgruppe mit einem neuen Angebot – einem Angebot nur für Männer. Denn oftmals werden Gruppenangebote vor allem von Frauen wahrgenommen. Eindrücke und Erfahrungen von Männern sind in diesen Runden eher selten. Und vielleicht fehlt die männliche Sichtweise dem einen oder anderen, um die eigene Situation in den Erzählungen anderer wiederzufinden und sich (richtig) verstanden zu fühlen. Aus diesem Grund bietet die Ambulante Hospizgruppe ab Oktober einmal im Monat eine Trauergruppe speziell für Männer. Die Trauer-Termine im Überblick: Neues Angebot: Männertrauergruppe Sonntag, 11. Oktober von 17:00 – 19:00 …

Neuwahlen bei der Ambulanten Hospizgruppe

Ohne Schatzmeister geht es nicht im Verein und so berief die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“, nachdem Irene Heidinger ihr Amt niedergelegt hatte, eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein. Damit das im Frühjahr frisch gewählte Leitungsteam um die erste Vorsitzende Ulrike Langendörfer voll besetzt und handlungsfähig bleibt, sollte möglichst zeitnah eine Neuwahl stattfinden, welche trotz Ferienzeit und Corona-Pandemie erfolgreich veranstaltet wurde. Passende Kandidaten konnten gewonnen und organisatorische Hindernisse überwunden werden. Mit den Worten „In solchen Zeiten müssen wir zusammenhalten“ stellte der Hauptgeschäftsführer der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e.V.,  Markus Liebendörfer, dem Kooperationspartner einen ausreichend großen Raum zur Verfügung, um die Abstandsregelungen bei der Versammlung einhalten zu können. Und so durfte Ulrike Langendörfer die Mitglieder der Hospizgruppe im Speisesaal der Lebenshilfe begrüßen. Nachdem Irene Heidinger für ihr langjähriges Engagement und die viele geleistete Arbeit gewürdigt worden war, wurde sie auf Empfehlung der Kassenprüfer einstimmig entlastet. Für das Amt des Schatzmeisters konnte  Dr. Peter Tillert gewonnen werden, der somit künftig neben seinem Ehrenamt als Sterbebegleiter die Hospizgruppe auch im Leitungsteam unterstützen wird. Ebenfalls neu im Leitungsteam ist die Ehrenamtliche Sabine Mitternacht, …

Büro für 3 Wochen geschlossen

Leider müssen wir vom 31.08. bis 18.09.2020 aufgrund von Krankheit und Urlaub das Büro komplett schließen. Freundlicher- und dankenswerterweise hat sich der Ökumenische Hospizdienst Bruchsal bereit erklärt, in dieser Zeit bei Anfragen für Sterbebegleitungen einzuspringen (Telefon: 07251 – 800858).

Worte statt Berührungen

Rosita Stricker ist seit 15 Jahren ehrenamtlich als Sterbebegleiterin tätig. Sie war auch während der Coronapandemie schon mehrfach für die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung im Einsatz und berichtet in einem Gespräch über ihre Eindrücke. Rosita, wie bist Du zu der Entscheidung gekommen, trotz der Coronapandemie sterbende Menschen persönlich zu begleiten? Rosita Stricker: Meine erste Reaktion in dieser Frage war ganz klar. Am Sterben hatte sich doch nichts geändert. Sterben nimmt keine Rücksicht auf äußere Umstände. Warum sollte sich also für mich etwas ändern? Nachdem dann jedoch immer mehr Informationen über dieses Virus bekannt wurden bin ich schon noch einmal nachdenklich geworden. Aber durch die Schutzausrüstung und die räumliche Distanz, die ich immer strikt gewahrt habe, fühlte ich mich sicher. Dann war es soweit: Es kam die erste konkrete Anfrage für eine Begleitung… Rosita Stricker: Da gab es kein Überlegen. Das war ein spontanes JA! Rosita lacht. Aber es war ein merkwürdiges Gefühl so viel „Material“ zwischen mir und dem Sterbenden zu haben. So hat es sich wirklich angefühlt. Da war so viel „Material“.  Und …

Lehrerkollegium spendet für die Hospizarbeit

Dass Lehrerinnen und Lehrer, die jeden Tag mit dem wachsenden Leben und der Jugend befasst sind, trotz allem auch die Vergänglichkeit im Blick behalten können, bewies nun das Kollegium der Michael Ende Schule in Bad Schönborn. Auf die Initiative von Simone Lichtblau hin, sammelte das Lehrerteam beim Weihnachtswichteln Geld für die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“. Ganze 200 Euro waren so zusammen gekommen! Sie unterstützen nun die Arbeit der Hospizgruppe für die Menschen der Region. Die feierliche Übergabe der Spende sollte eigentlich im Rahmen einer Unterrichtseinheit stattfinden, die das „Hospiz-trifft-Schule“ Team der Hospizgruppe in der Michael Ende Schule gestalten wollte. Leider musste diese nun, aufgrund von Corona, ins nächste Schuljahr verlegt werden. Trotzdem ist die Spende gut bei der Ambulanten Hospizgruppe angekommen und die Freude darüber war riesig! Nun wünschen wir uns, dass das „Hospiz-trifft-Schule“ Team im nächsten Schuljahr die Michael Ende Schule besuchen und mit Schülern und Lehrern über die hospizliche Arbeit und ganz persönliche Erfahrungen sprechen kann. So, dass sie hoffentlich eng bleiben, die Beziehungen zwischen Schule und Hospizarbeit.   Bild: Ulrike Kuhlmey