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Worte statt Berührungen

Rosita Stricker ist seit 15 Jahren ehrenamtlich als Sterbebegleiterin tätig. Sie war auch während der Coronapandemie schon mehrfach für die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung im Einsatz und berichtet in einem Gespräch über ihre Eindrücke. Rosita, wie bist Du zu der Entscheidung gekommen, trotz der Coronapandemie sterbende Menschen persönlich zu begleiten? Rosita Stricker: Meine erste Reaktion in dieser Frage war ganz klar. Am Sterben hatte sich doch nichts geändert. Sterben nimmt keine Rücksicht auf äußere Umstände. Warum sollte sich also für mich etwas ändern? Nachdem dann jedoch immer mehr Informationen über dieses Virus bekannt wurden bin ich schon noch einmal nachdenklich geworden. Aber durch die Schutzausrüstung und die räumliche Distanz, die ich immer strikt gewahrt habe, fühlte ich mich sicher. Dann war es soweit: Es kam die erste konkrete Anfrage für eine Begleitung… Rosita Stricker: Da gab es kein Überlegen. Das war ein spontanes JA! Rosita lacht. Aber es war ein merkwürdiges Gefühl so viel „Material“ zwischen mir und dem Sterbenden zu haben. So hat es sich wirklich angefühlt. Da war so viel „Material“.  Und …

Lehrerkollegium spendet für die Hospizarbeit

Dass Lehrerinnen und Lehrer, die jeden Tag mit dem wachsenden Leben und der Jugend befasst sind, trotz allem auch die Vergänglichkeit im Blick behalten können, bewies nun das Kollegium der Michael Ende Schule in Bad Schönborn. Auf die Initiative von Simone Lichtblau hin, sammelte das Lehrerteam beim Weihnachtswichteln Geld für die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“. Ganze 200 Euro waren so zusammen gekommen! Sie unterstützen nun die Arbeit der Hospizgruppe für die Menschen der Region. Die feierliche Übergabe der Spende sollte eigentlich im Rahmen einer Unterrichtseinheit stattfinden, die das „Hospiz-trifft-Schule“ Team der Hospizgruppe in der Michael Ende Schule gestalten wollte. Leider musste diese nun, aufgrund von Corona, ins nächste Schuljahr verlegt werden. Trotzdem ist die Spende gut bei der Ambulanten Hospizgruppe angekommen und die Freude darüber war riesig! Nun wünschen wir uns, dass das „Hospiz-trifft-Schule“ Team im nächsten Schuljahr die Michael Ende Schule besuchen und mit Schülern und Lehrern über die hospizliche Arbeit und ganz persönliche Erfahrungen sprechen kann. So, dass sie hoffentlich eng bleiben, die Beziehungen zwischen Schule und Hospizarbeit.   Bild: Ulrike Kuhlmey

Per Briefwahl ins Amt – Die Ambulante Hospizgruppe begrüßt ein neues Leitungsteam

Wie wählt ein Verein sein neues Leitungsteam, wenn die dafür nötige Mitgliederversammlung in der Coronazeit nicht stattfinden kann? Die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ löste dieses Problem kurzerhand mit einer Briefwahl. Nachdem ein Konzept erstellt und vom Bruchsaler Bürgermeister Andreas Glaser genehmigt wurde, konnten alle Mitglieder angeschrieben werden. Und die Resonanz war beeindruckend! Zirka dreiviertel der Mitglieder nutzten diese Gelegenheit, sich erstmals von zu Hause aus aktiv am Vereinsgeschehen beteiligen zu können und gaben ihre Stimmen ab. Mit einem ebenso erfreulichen Ergebnis: Das neue Leitungsteam der Ambulanten Hospizgruppe wurde mit nur drei Enthaltungen ins Amt gewählt. Neben Beatrix Hasert, Irene Heidinger und Rosita Stricker, die schon „amtserfahren“ sind und Ideenreichtum, Wissen, Kompetenz und Zeit bereits im vorherigen Leitungsteam einbrachten, darf die Hospizgruppe auch zwei „Neue“ in diesem Amt begrüßen. Die Sterbebegleiterin Anette Föllmer weitet ihre ehrenamtliche Tätigkeit aus und steht der Hospizgruppe nun auch in leitender Position zur Verfügung. Neue erste Vorsitzende ist Ulrike Langendörfer. Die Inhaberin der Bruchsaler Firma Praxiskonzepte weiß um die Wichtigkeit der ambulanten Sterbebegleitung und möchte als ehrenamtliches Engagement die Hospizarbeit …

Wieder persönliche Beratungen und Trauergespräche möglich

Derzeit bietet die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung Sterbebegleitungen vor Ort und auch telefonisch an. Wo dies möglich und gewünscht ist kommen wir (mit Mundschutz und Handschuhen sowie unter Einhaltung des gebotenen Abstandes) gerne auch weiterhin zu Ihnen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung. Beratungen und Trauergespräche können wieder persönlich in unseren Räumlichkeiten (Kaiserstraße 18, Bruchsal) stattfinden. Sie erreichen uns von Montag – Freitag jeweils 8 – 16 Uhr unter Telefon 07251 – 320 40 10 oder per E-Mail unter: bruchsal@hospizgruppe.de

Wir bleiben für Sie da! – „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ bietet zusätzlich telefonische Sterbe- und Trauerbegleitungen an

Das Coronavirus ist in Deutschland angekommen und bringt derzeit einschneidende Veränderungen für die Gesellschaft.  Dies gilt besonders für jene, die sich ohnehin schon in einer persönlichen Ausnahmesituation befinden, weil sie selbst oder ein geliebter Mensch schwer erkrankt, sterbend oder in Trauer sind. „Auch und besonders in diesen Zeiten möchten wir unsere Unterstützung für Betroffene und deren Angehörigen anbieten“ betont Ernst-Dieter Elschner, 1.Vorsitzender der Hospizgruppe. „Sollte es nicht machbar sein, eine persönliche Sterbebegleitung vor Ort zu ermöglichen, stehen qualifizierte Ehrenamtliche auch telefonisch für eine Begleitung und als Gesprächspartner zur Verfügung.“ Dieses Angebot gilt sowohl für selbst schwer erkrankte Menschen, als auch für deren Angehörigen. Häufig wird es als sehr unterstützend wahrgenommen, wenn ein Gespräch auch außerhalb der Familie möglich ist. Unklarheiten in der Situation, eigene Bedürfnisse, Fragen, Zweifel- manchmal ist es leichter, dies mit Menschen zu besprechen, die keine Familie oder Freunde sind. Aufgrund von Corona pausieren die Trauer-Gruppenangebote (Trauercafés, Selbsthilfegruppe- Verwitwet mitten im Leben) bis auf weiteres. Teilnehmende aus diesen Gruppen können ebenfalls gerne über obige Telefonnummer Kontakt aufnehmen, wenn sie ein Gespräch mit den …