Mut, Improvisation und Begeisterung für die Hospizarbeit – Die Ambulante Hospizgruppe feiert ihr fünfjähriges Bestehen

„Sie werden lachen, es geht um den Tod“ versprachen die „Tabutanten“, die anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ ihr Improvisationstheater zeigten. Und die Art und Weise, wie sie die Zuschauer einfühlsam, ehrlich und trotzdem auch mit einer guten Portion Humor szenisch an Orte wie das Bestattungsinstitut oder zum Leichenschmaus entführten, passte natürlich thematisch hervorragend zur Hospizgruppe. Doch auch ihre Spielart, die Improvisation, entsprach dem Anlass. Denn in der Gründungsgeschichte der Ambulanten Hospizgeschichte war stets viel Einfallsreichtum gefragt. Als im Dezember 2014 plötzlich 31 Ehrenamtliche und drei Hauptamtliche ohne finanzielle Rücklagen und ohne feste Räumlichkeiten aber dafür mit vielen Ideen und Begeisterung für die Hospizarbeit zusammen kamen, wurden die Ärmel hochgekrempelt und mutig losgelegt. Trotzdem wäre die Idee einer Hospizgruppe unter dem Dach der IGSL ohne die zahleichen Helfer und Unterstützer der Gruppe nicht in dieser Art gelungen. Und so nutzte die Ambulante Hospizgruppe den Anlass, um sich bei all den Organisatoren, technischen und handwerklichen Unterstützern, Fürsprechern, Räumebeschaffern, Grafikdesignern, Flyerverteilern, Werbern und Zeitschenkern zu bedanken. Und natürlich auch, um die gelungene Arbeit und das eigene Bestehen ausgiebig zu feiern und mutig in die kommenden Jahre zu starten.

Bild: Klaus-Matthias Hasert

Musik hören, Tanzen, Gutes tun – Benefizkonzert der Bands „Mangold“ und „Vielsaitig“ zugunsten der Ambulanten Hospizgruppe

Engagierte Musiker, ein ausgebuchtes Lokal, ausgelassene Stimmung und das alles für den guten Zweck. Der Bundschuh in Untergrombach war wieder zum Bersten voll, als die Bands „Mangold“ und „Vielsaitig“ zu einem Konzert luden. Und sie machten damit nicht nur ihren Fans, sondern auch der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ eine große Freude, für deren Arbeit der Erlös des Abends gespendet wurde. Das Publikum war begeistert und durfte, dank Uwe Schreiber von der Ambulanten Hospizgruppe, einen kleinen Einblick in die Arbeit der Ehrenamtlichen gewinnen.

Die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung dankt allen Gästen, dem Bundschuh-Team und den beiden Bands für ihr Engagement und die Spende.

 

Text und Bilder: Jacqueline Vogt

Wohltuendes Miteinander – „Weihnachten gemeinsam statt einsam“ bei der Ambulanten Hospizgruppe

Schon zum vierten Mal lud die Ambulante Hospizgruppe Trauernde am 26.12. zu einem weihnachtlichen Beisammensein ein. Diesmal fand sich eine Gruppe von sieben Frauen zusammen, von denen die meisten schon öfter Gäste bei „Weihnachten gemeinsam statt einsam“ waren. „Sie kommen gerne wieder, weil sie merken, dass es ihnen gut tut“ erzählt Martina Oberle, Koordinatorin und Trauerbegleiterin der Ambulanten Hospizgruppe. Bei Kaffee, Tee und Gebäck wurde viel geredet. Über Alltägliches und die Feiertage, aber auch über die Trauer. Über den Weg, den man geht und wie sich die Trauer verändert, leichter werden kann. Beatrix Hasert, Vorstandsmitglied und ehrenamtliche Trauerbegleiterin, hatte mit dem Märchen „Der selbstsüchtige Riese“ noch eine passende Geschichte über die Freuden des Zusammenseins mitgebracht. Und in dieser Stimmung – froh über die gemeinsam verbrachte Zeit – genossen die Frauen zum Abschluss noch eine wärmende Weihnachtssuppe, bevor sie sich in den Abend verabschiedeten. Vielleicht ja wieder bis zum nächsten Jahr.

Bild: Beatrix Hasert

Rauer Rock in glanzvollem Ambiente – Benefizevent der Ambulanten Hospizgruppe vereint Kunst und Musik

Dass es richtig rockig werden würde sah man schon an der Anzahl der Gitarren auf der Bühne, die im  Licht der ehrwürdigen Jugendstilhalle in Philippsburg glänzten. Gegensätze zu vereinen scheint das Motto der Benefizreihe der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ zu sein, wenn sie Hospizarbeit mit dem Event-Titel „Einfach Leben“ in Zusammenhang bringt und beeindruckende Kunstwerke in einer prunkvollen Halle mit rauer Rock- und Popmusik präsentiert. So konnten die Besucher unter dem Motto „Einfach Leben! Kunst trifft Pop“ zu den Werken Karl Peter Mullers (KPM) diesmal die „Seán Treacy Band“ und „Mangold“ erleben. Bands, bei denen die fleißigen Helfer in der Halle wohlweislich die ersten Sitzreihen nach hinten verlegten, denn es würde wild werden vor der Bühne. Nach einer Begrüßung der Gäste durch Beatrix Hasert vom Vorstand der Ambulanten Hospizgruppe brachte „Mangold“ das Publikum mit Liedern wie „Sound Of Silence“, „Chasing Cars“ oder „I Would Walk 500 Miles“ zum Mitklatschen, Mitsingen und begeisterten Tanzen. In ruhigeren Momenten wurden die Handys gezückt und der Saal mit vielen Lichtern stimmungsvoll erleuchtet. Die Faschingsgesellschaft Narhalla sorgte dafür, dass die Stimme geölt und der Hunger gestillt werden konnte. Josefine Müller berichtete nach der Pause über das kreative Schaffen ihres Vaters KPM. Die von ihm gegründeten Akademischen Werkstätten erfreuten die Ambulante Hospizgruppe mit der Hälfte der Einnahmen aus dem Verkauf der ausgestellten Werke und eine überglückliche Gewinnerin mit der Verlosung eines Gemäldes. Danach stellte die fachliche Leiterin der Hospizgruppe, Ulrike Fank-Klett, die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt. Sie beleuchtete nicht nur die unterschiedlichen Einsatzgebiete, sondern auch die Beweggründe, die diesem besonderen Engagement zugrunde liegen und ermutigte die Gäste zu Gesprächen mit den Ehrenamtlichen der Gruppe. Mit dem Satz „Ich würde sagen, wir legen jetzt los“ läutete Seán Treacy die zweite Partyrunde ein. Bei „Whiskey In The Jar“, „Hotel California“ oder „Viva La Vida“ hielt es niemanden auf den Plätzen. Und wenn ein Lied zu Ende war wurde einfach solange weiter gesungen, bis die Band wieder mit einsetzte. Es zeigte sich, dass Kunst und Musik, altehrwürdig und rockig, Freude, Party und schwere Themen ganz gut zueinander passen – keine Gegensätze, sondern alle Teil unseres Lebens sind. Und so spielte Mangold in Gedenken an den verstorbenen Edo Zanki das Lied „Nobody Knows How To Say Goodbye“ mal ruhig und melancholisch, mal laut und überschwänglich, wie das Leben.

Fotos: Klaus-Matthias Hasert

Text: Claudia Leitloff

 

Großzügige Spende der NBHX Trim Group

Dass bei einem Hausfest nicht nur an das vergnügliche Zusammensein, sondern auch an den guten Zweck gedacht werden kann, zeigte die Firma NBHX Trim Management Services GmbH aus Bruchsal sehr eindrücklich. Bei verschiedenen Aktionen, wie zum Beispiel einer Tombola, wurden fleißig Spenden gesammelt. So kamen unglaubliche 5000 Euro zusammen, welche sowohl der Ambulanten Hospizgruppe als auch dem Herzenswunschwagen der Malteser zugutekamen. Ernst-Dieter Elschner und Uwe Schreiber nahmen bei der feierlichen Spendenübergabe den symbolischen Scheck über 2500 Euro vom Geschäftsführer Fuqing Lin entgegen. Im Namen der gesamten Hospizgruppe sprachen sie ein herzliches Dankeschön für diese großzügige Würdigung unserer Arbeit aus.

Foto: NBHX Trim Group

Von links nach rechts:
Fuqing Lin – Geschäftsführer NBHX TRIM GROUP
Uwe Schreiber – Öffentlichkeitsarbeit Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung
Ernst-Dieter Elschner – erster Vorstand Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung
Chunhu Wang – VP HR & Administration NBHX TRIM GROUP
Ralf Longerich – Betriebsratsvorsitzender NBHX TRIM GROUP