Zu einer eindrucksvollen Lesung hatte die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal am 12. Mai 2026 in die Stadtbibliothek Bruchsal eingeladen. Die BesucherInnen erlebten einen abwechslungsreichen Abend, der Literatur, Musik und persönliche Lebensthemen auf besondere Weise miteinander verband.
Die beiden ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen Anna-Maria Mayer und Sabine Prinz lasen aus zwei sehr unterschiedlichen Werken, die beide mitten aus dem Leben erzählen. In „Uhren gibt es nicht mehr. Gespräche mit meiner Mutter in ihrem 102. Lebensjahr“ des vielseitigen Künstlers André Heller standen Erinnerungen, Lebensweisheit und die besondere Beziehung zwischen Mutter und Sohn im Mittelpunkt. Mit Auszügen aus „Oma, ich fahr schon mal den Rollstuhl vor! Als ich vom Enkel zum Pfleger wurde“ des bayrischen Kabarettisten Martin Frank kamen feinsinnig humorvolle und zugleich nachdenkliche Aspekte des Älterwerdens und der Fürsorge für Angehörige zur Sprache.
Die sorgfältig ausgewählten Textpassagen regten zum Schmunzeln ebenso an wie zum Nachdenken über Generationen, Pflege, Abschied und das, was Menschen im Leben verbindet. Gerade diese Themen gehören auch zum Selbstverständnis der Ambulanten Hospizgruppe, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet und ihnen Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe schenkt.
Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von Wolfgang Köbler an der Gitarre. Seine einfühlsamen Zwischenspiele schufen eine stimmungsvolle Atmosphäre und gaben Raum, die gehörten Texte nachklingen zu lassen.
Die Veranstaltung war Teil der Lesereihe Lebens(w)ende der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal in Kooperation mit der Stadtbibliothek. Die gelungene Mischung aus Literatur, Musik und persönlicher Begegnung wurde vom Publikum mit großem Interesse und herzlichem Applaus aufgenommen.
Weitere Lesungen der Reihe sind für den 15. September und den 26. November 2026 geplant.