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Weihnachten gemeinsam statt einsam

Die hell erleuchteten Tage rund um Weihnachten können nach dem Verlust eines nahestehenden Weggefährten für die Hinterbliebenen zur Herausforderung und Zumutung werden. Gerade an solchen Tagen wird hautnah erlebt, dass die heile Welt in Scherben liegt.
„Fröhliche Weihnachten“ – das scheint lediglich eine Erinnerung an bessere Zeiten.

Wir laden Sie herzlich ein am zweiten Weihnachtsfeiertag, Donnerstag, den 26. Dezember von 15:00 bis 18:00 Uhr ins Paul-Schneider-Haus, Rosenhag 10 in Waghäusel-Wiesental. Im Kreise ebenfalls betroffener Menschen können Sie bei Kaffee und Gebäck und später einer heißen, wärmenden Suppe angenehme Stunden vebringen. Die Veranstaltung ist kostenfrei – wir freuen uns über Spenden.
Weitere Info und Anmeldung bis spätestens 20. Dezember unter Telefon 07251 / 320 40 10
 

Foto: Ulrike Kuhlmey

Benefizkonzert der Bands „Mangold“ und „Vielsaitig“

Ob Rockklassiker, Balladen oder aktuelle Hits – die Band Mangold hat die ganze Bandbreite in ihrem Repertoire und stellt ihr Können gern in den Dienst der guten Sache. So auch am Samstag, den 11. Januar, wo ihre zahlreichen Fans und Musikliebhaber die Band in einem Benefizkonzert für die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ erleben dürfen. Unterstützt werden Mangold an diesem Abend von der unplugged-Band „Vielsaitig“, die Rock- und Popklassiker in völlig neuem Gewand präsentiert.

Wann: am 11. Januar 2020 um 19:00 Uhr
Wo: Bundschuh, Weingartener Str. 3 in Untergrombach
Eintritt: 5 Euro

 

Ehrenamtliches Engagement als Hospizbegleiter*in – Orientierungsseminar 2020

Für mutige Menschen, die sich ein Engagement als Hospizbegleiter/-in vorstellen können bietet die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ im Februar 2020 ein Orientierungsseminar an.

 Wer schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen zu Hause, im Krankenhaus oder in einer stationären Einrichtung begleiten möchte, sollte bereit sein, sich zuerst mit der Begrenztheit und Störanfälligkeit des eigenen Lebens auseinander zu setzen.
Neben der Vermittlung erster Informationen zur Hospizarbeit soll in diesem Seminar ein persönlicher Bezug zum Themenkreis „Abschied, Sterben, Tod und Trauer“ hergestellt werden.
Das Seminar ist der erste Baustein für die Qualifizierung zur ehrenamtlichen hospizlichen Begleitung von Menschen. Dies setzt eine stabile Persönlichkeit, keine aktuelle Trauerzeit und die Bereitschaft, eigene Erfahrungen, Wünsche, Befürchtungen und Ängste einzubringen und diese zu reflektieren voraus.

Eine Teilnahme am Orientierungsseminar steht unabhängig davon aber allen an der Thematik Interessierten offen.

Veranstaltungsort:   Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung, Kaiserstraße 18, 76646 Bruchsal
Seminarkosten:         70,00 €
Termine:
Freitag            14.02.2020      18.00 Uhr bis  21.00 Uhr
Samstag          15.02.2020      09.00 Uhr bis  16.00 Uhr
Mittwoch        19.02.2020      18.00 Uhr bis  21.00 Uhr

Eine Teilnahme ist nur insgesamt möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldeschluss ist der 15.01.2020.
Informationen und Anmeldung: Tel: 07251 – 320 40 10, Mail: bruchsal@hospizgruppe.de

 

Bild: Andre Friedel

 

Wege durch die Trauer gemeinsam gehen – Beginn der Trauergruppe

Im November startet die „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ in der Kaiserstraße 18 in Bruchsal eine Gruppe für von Trauer betroffene Menschen. Die Gruppe in geschütztem Rahmen wird sich in 14-täglichem Rhythmus insgesamt sechs Mal treffen. Trauernde können dort nicht nur erleben, dass sie mit ihrem Schmerz nicht alleine sind, sondern die Treffen unter fachlicher Leitung wollen auch Impulse setzen und Anregung geben, mit dem Unabänderlichen leben zu lernen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich und bis zum 20. November möglich unter Telefon 07251 – 320 4010.

 

Bild: Andre Friedel

Rauer Rock in glanzvollem Ambiente – Benefizevent der Ambulanten Hospizgruppe vereint Kunst und Musik

Dass es richtig rockig werden würde sah man schon an der Anzahl der Gitarren auf der Bühne, die im  Licht der ehrwürdigen Jugendstilhalle in Philippsburg glänzten. Gegensätze zu vereinen scheint das Motto der Benefizreihe der „Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ zu sein, wenn sie Hospizarbeit mit dem Event-Titel „Einfach Leben“ in Zusammenhang bringt und beeindruckende Kunstwerke in einer prunkvollen Halle mit rauer Rock- und Popmusik präsentiert. So konnten die Besucher unter dem Motto „Einfach Leben! Kunst trifft Pop“ zu den Werken Karl Peter Mullers (KPM) diesmal die „Seán Treacy Band“ und „Mangold“ erleben. Bands, bei denen die fleißigen Helfer in der Halle wohlweislich die ersten Sitzreihen nach hinten verlegten, denn es würde wild werden vor der Bühne. Nach einer Begrüßung der Gäste durch Beatrix Hasert vom Vorstand der Ambulanten Hospizgruppe brachte „Mangold“ das Publikum mit Liedern wie „Sound Of Silence“, „Chasing Cars“ oder „I Would Walk 500 Miles“ zum Mitklatschen, Mitsingen und begeisterten Tanzen. In ruhigeren Momenten wurden die Handys gezückt und der Saal mit vielen Lichtern stimmungsvoll erleuchtet. Die Faschingsgesellschaft Narhalla sorgte dafür, dass die Stimme geölt und der Hunger gestillt werden konnte. Josefine Müller berichtete nach der Pause über das kreative Schaffen ihres Vaters KPM. Die von ihm gegründeten Akademischen Werkstätten erfreuten die Ambulante Hospizgruppe mit der Hälfte der Einnahmen aus dem Verkauf der ausgestellten Werke und eine überglückliche Gewinnerin mit der Verlosung eines Gemäldes. Danach stellte die fachliche Leiterin der Hospizgruppe, Ulrike Fank-Klett, die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt. Sie beleuchtete nicht nur die unterschiedlichen Einsatzgebiete, sondern auch die Beweggründe, die diesem besonderen Engagement zugrunde liegen und ermutigte die Gäste zu Gesprächen mit den Ehrenamtlichen der Gruppe. Mit dem Satz „Ich würde sagen, wir legen jetzt los“ läutete Seán Treacy die zweite Partyrunde ein. Bei „Whiskey In The Jar“, „Hotel California“ oder „Viva La Vida“ hielt es niemanden auf den Plätzen. Und wenn ein Lied zu Ende war wurde einfach solange weiter gesungen, bis die Band wieder mit einsetzte. Es zeigte sich, dass Kunst und Musik, altehrwürdig und rockig, Freude, Party und schwere Themen ganz gut zueinander passen – keine Gegensätze, sondern alle Teil unseres Lebens sind. Und so spielte Mangold in Gedenken an den verstorbenen Edo Zanki das Lied „Nobody Knows How To Say Goodbye“ mal ruhig und melancholisch, mal laut und überschwänglich, wie das Leben.

Fotos: Klaus-Matthias Hasert

Text: Claudia Leitloff