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Vorsorgen, aber wie? – Ehrenamtliche der Ambulanten Hospizgruppe informierten sich über Patientenverfügungen

In Zeiten wie diesen, in denen Intensivstationen und die Behandlung von Krankheiten in den Fokus der Gesellschaft gerückt sind, wird auch das Thema Patientenverfügung wieder sehr aktuell. Was soll mit mir geschehen, wenn mir plötzlich etwas zustößt? Wer soll für mich sprechen, wenn ich es nicht mehr kann? Wie möchte ich behandelt werden, wenn keine Therapie mehr Heilung verspricht? Solche Fragen können in einer Verfügung geregelt werden. Die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung bietet Patientenverfügungen an, die von ihrem Dachverband der „Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand“ (IGSL-Hospiz e.V.) jährlich aktuell erarbeitet werden. In einer Schulung für Mitglieder informierte Klaus Holland mit Unterstützung von Dietmar Osenberg von der IGSL über diese Vorsorgemappe.

Anfangs berichtete Klaus Holland über die Entstehung der Patientenverfügung: Was passieren musste und welche Urteile nötig waren, damit nicht mehr die Ärzte, sondern die Patienten selbst über ihre Behandlung bestimmen konnten. Dann erläuterte er die sechs verschiedenen Themenbereiche der Vorsorgemappe und gab Hinweise, was jeweils zu beachten wäre. Wichtig dabei für die Mitglieder der Ambulanten Hospizgruppe war, dass sie Interessierten nur verschiedene Möglichkeiten aufzeigen können, jedoch keine rechtliche Beratung anbieten dürfen. Beim Ausfüllen der Verfügung hilft die beiliegende Informationsbroschüre. Mit der Mappe selbst und den Erläuterungen der Referenten bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung einen leichten und sicheren Einstieg in den Umgang mit den Vorsorgemappen. Wissen, was ihnen in der ein oder anderen Begleitung eine große Hilfe sein kann.

 

 

Text und Bild: Claudia Leitloff