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Per Video ins Klassenzimmer – Die Ambulante Hospizgruppe beantwortet Schülerfragen

Ein gewisse Portion Mut gehört schon dazu, sich vor eine Kamera zu setzen und mit einem Publikum zu sprechen, das gar nicht im Raum ist. Doch die Not macht bekanntlich erfinderisch und in Zeiten von Corona mussten schon viele Dinge ganz neu organisiert und umgestaltet werden. Als das „Hospiz-trifft-Schule“-Team der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung die Anfrage einer Religionsklasse bekam, eine Unterrichtseinheit zum Thema Sterbebegleitung zu gestalten, war die Frage: Was tun? Klar war, dass die Team-Mitglieder derzeit nicht in eine Schule gehen wollten, weil sie aktiv als Hospizbegleiterinnen unterwegs sind und das Risiko einer Ansteckung nicht eingehen wollten. Auf der Suche nach Möglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler trotzdem zu erreichen, kam schnell die Idee auf, per Video ins Klassenzimmer zu kommen. Die Lehrerin sammelte in einer vorbereitenden Unterrichtseinheit die Fragen der Klasse und schickte sie an Rosita Stricker und Beatrix Hasert vom „Hospiz-trifft-Schule“-Team. Mit der Pressereferentin der Hospizgruppe hinter der Kamera traf man sich zu einer gemütlichen Runde, in der die Fragen besprochen werden konnten. Das anfangs noch etwas ungewohnte Sprechen vor einer Kamera verwandelte sich bald in einen angeregten Gedankenaustausch, in dem selbst die langjährigen Teamkolleginnen noch Neues voneinander erfuhren. Das ernste Thema wurde den Schülerinnen und Schülern mit ehrlichen persönlichen Worten und Einstellungen nahe gebracht – woraus sich auch witzige Gespräche zwischen den Hospizbegleiterinnen entwickelten. Immer wieder flossen aber auch Erlebnisse ein, die sehr berührend waren. So entstand ein Video, das der Klasse ernste, informative, traurige, aber auch viele schöne Einsichten in die Sterbebegleitung vermittelte und das Thema somit ein Stück weit erlebbar machte.

 

 

Text und Bild: Claudia Leitloff