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Sparkasse Kraichgau spendet 42.000 Euro an die Hospizdienste im Geschäftsgebiet – 6000 Euro gehen an die Ambulante Hospizgruppe

Lesen Sie hier den Pressebericht der Sparkasse zur Spendenübergabe:

„Das Thema muss in die Herzen der Menschen“

Sparkasse Kraichgau übergibt jeweils 6.000-Euro-Spende an Bruchsaler Hospizdienste

Bruchsal, 27. Juli 2018

Es ist ein Thema, das viele Menschen nicht an sich heranlassen wollen. Und doch macht es vor keinem Halt. Sei es durch Krankheit, sei es durch Unfall: Sterben gehört zum Leben. Tabuisieren nutzt wenig. „Es kann jeden treffen, in der nächsten Stunde, und dann wirft es einen völlig aus der Bahn“, sagt Claudia Schäfer-Bolz von der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung. „Dieses Thema muss in die Herzen der Menschen, nur von dort kann man damit umgehen und Kraft aus sich schöpfen.“

Daran arbeitet die Ambulante Hospizgruppe genauso wie der Ökumenische Hospizdienst Bruchsal. „Für uns ist es eine Herausforderung, die Menschen möglichst früh mit dem Tod als Teil des Lebens zu konfrontieren und sie innerlich stark zu machen, um aus solchen Krisen gestärkt herauszugehen“, sagt Walter Vehmann vom Ökumenischen Hospizdienst. Für ihn wie für die ehrenamtlichen Hospizbegleiter beider Gruppen sei es „ein Geschenk“, sterbende Menschen zu begleiten. Man spüre, in etwas ganz Großes eingebunden zu sein – unabhängig von Religion und Glaube.

42.000 Euro für Hospizdienste im Geschäftsgebiet
„Sterben und der Tod sind weitgehend aus dem öffentlichen und auch aus dem persönlichen Bewusstsein ausgegrenzt“, sagt Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau. Umso wichtiger sei es, dass sich die ambulanten Hospizdienste um schwerkranke Menschen und deren Angehörige kümmern. „Ihnen verdanken diese Menschen, dass sie auf diesem letzten Weg nicht alleine sind.“

Als Wertschätzung dieses freiwilligen Engagements übergab Grießhaber jetzt jeweils eine 6.000-Euro-Spende an den Ökumenischen Hospizdienst sowie an die Ambulante Hospizgruppe. Insgesamt vergibt die Sparkasse Kraichgau Spenden von 42.000 Euro – zusammengekommen über die Sparkassen-Lotterie „PS-Sparen und Gewinnen“ – an alle ehrenamtlichen Hospiz- und Palliativdienste innerhalb des Geschäftsgebiets.

Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht
Die Helferinnen und Helfer haben es sich zur Aufgabe gemacht, schwerkranke und sterbende Menschen und deren Freunde und Angehörige auf dem letzten Weg zu begleiten. Ihnen in der Zeit der Krankheit und des Abschiednehmens Zeit zu schenken. Ihre Sorgen und Ängste ein Stück weit mitzutragen. In Krankenhäusern wie zuhause. „Ziel unserer ambulanten Dienste ist, dass die Menschen daheim sterben können, in ihrem vertrauten Umfeld“, sagt Bernd Gärtner vom Ökumenischen Hospizdienst.

Die Helfer arbeiten eng mit dem behandelnden Arzt oder palliativen Einrichtungen und Sozialstationen zusammen. Auch bei Behördengängen, wenn beispielsweise ein Antrag auf Hilfsmittel zu stellen ist, oder wenn es darum geht, eine neue Pflegeeinstufung zu bekommen, unterstützen die Hospizbegleiter. Dafür suchen beide Vereine weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eigens für die Sterbebegleitung geschult werden.

Anderen helfen und selbst gewinnen
Von jedem PS-Los kommen 25 Cent gemeinnützigen Projekten von Vereinen, Schulen, Selbsthilfegruppen und andere sozialen Einrichtungen innerhalb des Geschäftsgebiets zugute. Allein im vergangenen Jahr wurden vom Baden-Württembergischen Sparkassenverband über 135. 000 Euro an die Sparkasse Kraichgau ausgeschüttet.  Und dazu hat jeder Kunde der Sparkasse Kraichgau mit seinem PS-Los beigetragen. „Auf unsere Kunden können wir stolz sein“, sagt Grießhaber. Denn sie seien es doch, die mit der Sparkasse zusammen anderen Menschen etwas Gutes tun.

Foto: Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau (Zweiter von links), übergab die Spenden an Claudia Schäfer-Bolz (links), Irene Heidinger und Ernst-Dieter Elschner (rechts) von der Ambulanten Hospizgruppe sowie an Walter Vehmann (Zweiter von rechts) und Bernd Gärtner vom Ökumenischen Hospizdienst.