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Kerzen, Worte, Lieder, Gemeinsamkeit – Nachklang zur Gedenkfeier 2018

Es war ein berührender Abschluß, als die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung am Samstag, 27.01.2018 in der Kapelle des Paulusheims, zusammen mit Hinterbliebenen und Trauernden der Menschen gedachte, welche im vergangenen Jahr von den Ehrenamtlichen begleitet worden waren. Für jeden der 88 begleiteten Verstorbenen stand eine Kerze bereit. Nachdem Pater Waldemar Janzer Worte des Gedenkens gesprochen hatte, alle Namen verlesen und alle Kerzen entzündet worden waren, entstand ein wahres Lichtermeer, welches hell und warm leuchtete. Jutta Scherban und die NGL-Solisten stimmten „Oh Lord hear my prayer“ an und eine sehr andächtige Stimmung breitete sich in der Kapelle des St. Paulusheimes aus.

Ermöglicht wurden all diese Begleitungen durch das Engagement von 38 Ehrenamtlichen, deren Arbeit an diesem Nachmittag ebenfalls gewürdigt wurde.  Ernst-Dieter Elschner, 1. Vorsitzender der Hospizgruppe, verabschiedete Marliese Scheuring aus dem Ehrenamt und Lucia Rohleder aus ihrer hauptamtlichen Tätigkeit, sie wird die Gruppe weiterhin durch ihr ehrenamtliches Engagement unterstützen. Jutta Antoni, Anette Föllmer, Doris Frankenhauser und Kerstin Köhler wurden als neue Ehrenamtliche im Kreise der Hospizgruppe willkommen geheißen. Ulrike Fank-Klett und Claudia Leitloff unterstützen in Zukunft das Team der Hauptamtlichen.

Um Ehrenamtlichen und Hinterbliebenen nach der Gedenkfeier noch persönliche Gespräche zu ermöglichen war der Nebenraum gemütlich hergerichtet worden. Bei Tee und Hefezopf konnte geredet, Trost gespendet und bei gemeinsamen Erinnerungen manchmal auch gelacht werden. „Wenn sie da war ging für meinen Vater immer die Sonne auf“ berichtet eine Hinterbliebene über die Besuche der Hospizbegleiterin bei ihrem Vater im Pflegeheim. Diese freute sich darüber, meinte aber auch: „Wir haben da natürlich einen Bonus, weil wir als Ehrenamtliche von außen und ganz frei von persönlichen Bindungen auf einen Menschen zugehen und für ihn da sein zu können“. Auch in den schwersten Momenten.

Die Gedenkfeier war eine Möglichkeit, Abschied zu nehmen – von Verstorbenen, Trauernden und Ehrenamtlichen, so wie der gemeinsam verlebten, intensiven Zeit. „Für mich war es eine Erleichterung zu wissen, dass noch jemand bei meinem Vater war.“ bedankt sich die hinterbliebene Tochter bei ihrer Hospizbegleiterin. „Für unsere Familie war die Feier heute wie ein Abschluss, den wir gemeinsam begehen konnten.“ meinte eine weitere Angehörige beim Hinausgehen- „vielen Dank“.