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Helfer in schweren Stunden – BNN-Artikel vom 13.04.2017

Helfer in schweren Stunden
Ambulante Hospizgruppe bietet emotionale Nähe und Vertrautheit

Die Karwoche, insbesondere der Karfreitag, lädt Menschen ein zum Innehalten und Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens. „Nichts lässt die Welt so ins Stocken kommen als der Tod“ heißt es allenthalben beim Gedanken an Menschen, die nach schwerer Diagnose und vergeblichen Therapieversuchen an der Schwelle des Tode stehen.

Oft hilft es dem Kranken und dessen Angehörigen, nicht alleine zu sein. Dafür gibt es das konfessionsübergreifende, kostenfreie Angebot der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung. Dort kann man sich Begleiter holen, die den Betroffenen ein besonderes Gefühl geben: “Ich halte es mit dir aus, ich fliehe nicht vor deiner Hinfälligkeit, vor deinem Leid und deinem Seelenschmerz“.

„Oft entsteht so auch mit bis dahin völlig fremden Menschen eine große emotionale Nähe und Vertrautheit“, berichten Mitarbeiter. Nach der Beratung durch die hauptamtlichen Palliativ-Care-Fachkräfte der Hospizgruppe übernehmen qualifizierte Ehrenamtliche, die zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, die Begleitung der Menschen. Ob zuhause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim – die Ehrenamtlichen gehen dahin, wo die Menschen sie brauchen. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Kranken.

„Erinnerungen an das bisherige Leben werden wach. Auch Hadern mit dem Schicksal ist erlaubt“, heißt es bei der Hospizgruppe. Wenn nicht mehr miteinander gesprochen werden kann, sei es gut zu wissen, dass der Mensch bis zuletzt hört und fühlt. So seien der Kreativität keine Grenzen gesetzt, dem Sterbenden zu erweisen, was ihm gut tut. Dies gilt auch für die Angehörigen, die nach dem Ende des Lebensweges zurückbleiben. Für sie bietet die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung in ihren Räumen in der Kaiserstraße 18 Trauerbegleitungsangebote.

„Ein wichtiges Anliegen ist uns, die Berührungsängste zum Thema Endlichkeit und Tod zu verringern. Gerne gehen die Ehrenamtlichen auch in die Schulen zu denen, für die der Tod noch fern ist“, sagen Claudia Schäfer-Bolz und Elke Ramhofer vom Leitungsteam: „Themenabende und Fortbildungsangebote auch für Pflegeheime runden unser Angebot ab.“

Es sind die Ambulanten Hospizgruppen heißt es, die hier ein kleines Zeichen gelebter menschlicher Solidarität setzen. Wie groß das Einzugsgebiet der Gruppe  mit dem fast kompletten nördlichen Landkreis Karlsruhe ist, lässt sich an den im letzten Jahr 20 000 Kilometern ermessen, die zu den Einsätzen gefahren wurden.

Brigitte Hübner

                  Kontakt
Hospiztelefon (07251)320 40 10 oder unter www.hospizgruppe.de