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Benefizkonzert mit Edo Zanki & Freunde bis auf den letzten Platz besetzt

Stutensee-Blankenloch (ml). Edo Zanki gilt nicht zu Unrecht als der Pate des Deutschen Soul. Seine Musik zwischen Rock, Blues und Soul und mehr noch seine Texte sind wirklich seelenvoll und hammerhart zugleich. „Es macht einen fertig, wenn man hört und sieht, was Menschenhände machen, was um die Welt geschieht“ – Anklage und Trauer um den Niedergang der Natur – war schon das richtungsweisende Eingangslied.

Dann erklang sogar ein Walzer und die Band, die an diesem Nachmittag zum ersten Mal gemeinsam geprobt hatte, spielte dieses Stück echt berührend und authentisch: „Wenn Du ganz oben bist und wenn Du am Boden liegst, ich hoffe, Du findest Dein Glück“. „Kummer, geh weg von meiner Tür“ war ein gesanglicher Höhepunkt und ein Glanzstück für den Gitarristen.

Das engagierte Spiel der Band und die ruhige Gelassenheit Zankis machten die Songs zu emotionalen Botschaften. „Sie brauchen nur den Rhythmus Ihres Herzschlags“ sagte er zum Publikum und das Schlagzeug wurde mit eindringlichem Sound zum kollektiven Herzen. Bei allem Ernst ließ der Songpoet den Humor nicht vermissen als er den Männern „in den besten Jahren“ empfahl, „Singt doch mit, als ob Euch diese Peinlichkeiten gar nichts angingen“.

Dem Auftritt der Gruppe waren zwei weitere Bands vorausgegangen. Den Anfang machte die Gruppe „Stringtime Quartett“. Zwei Gitarren, ein Kontrabass und eine Geige mögen ein ungewöhnliches Ensemble für jazzorientierte Stücke sein, aber jeder Musiker für sich war perfekt. In „Bossa Dorado“, das auf Dorado Schmitt zurückging, war die Geige melodietragend und entlockte den Zuhörern ein „Bravo“. Der Jazzstandard „All of me“, in dem der Bass dominierte, eine Ballade von Django Reinhardt, Gipsy Swing und virtuos gespielte New Acoustic Music zeigten die Bandbreite des Repertoires und die großartigen musikalischen Fähigkeiten dieser Band.

Von ganz anderem Schlag aber beileibe nicht minder gut war die Gruppe „Mangold“. Zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug verrieten schon die Ausrichtung der Cover-Band auf akustische Balladen aus dem Rock- und Popbereich. Höhepunkt waren einige Irish Folk Lieder, denen besonders die kehlige Stimme des Leadsängers Andreas Mangold Flair verlieh. „Whisky in the jar“ und „Dirty old town“ waren zweifellos eine Hommage an diejenigen Teile des Publikums die damals in jungen Jahren noch den Dubliners zugejubelt hatten. Begeisternder Schluss war schließlich der gemeinsame Auftritt aller Mitwirkenden mit einem Song von Bob Dylan.

Das Konzert war eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Schirmherr Oberbürgermeister Klaus Demal betonte die große Bedeutung der ehrenamtlichen Kräfte gerade in diesem Bereich. Die Ambulante Hospizgruppe Bruchsal leistet ehrenamtlich Begleitung für schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen. Ihre Mitarbeiter sind auf diesen Dienst intensiv vorbereitet und geschult.
Marianne Lother/BNN