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Lesung Hospizkrimi „Oxymoron“ mit dem Autorenpaar Christine Bruker und Christoph Schmidt und Dejan mit musikalischer Untermalung

Herzliche Einladung zur Lesung des Hospizkrimi „Oxymoron“ am Freitag, 03. März 2017 um 19:00 Uhr in den Räumen der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung, Kaiserstraße 18, Bruchsal.  Für musikalische Untermalung sorgt Dejan mit Gitarre und Gesang. Wir bitten um Anmeldung unter 07251 / 320 40 10.

Oxymoron
Kurzbeschreibung des Inhaltes und des Autorenpaares

Sterbehilfe stellt das Tötungsverbot als gesellschaftliches Tabu radikal in Frage. Sie bricht mit dem Gebot, dass kein Mensch einem Anderen das Leben nehmen darf. Daneben verkörpert vor allem der ärztlich assistierte Suizid die Hoffnung, dem Sterben und dem damit verbundenen (möglichen) Leid zu entkommen.

Anna Rosenkranz stirbt in einem Husumer Pflegeheim. Nur durch Zufall lüften sich manche Todesumstände, andere bleiben diffus. Womöglich ein assistierter Suizid? Anna Rosenkranz, die einst von einer Karriere als Tänzerin auf internationalen Bühnen träumte, haderte angesichts gesundheitlicher Probleme mit dem Leben. Ebenso zauderten die Menschen um sie – hilflos und einsam vor der Aufgabe, mit ihrer Lebensrealität umzugehen.

Oxymoron setzt die Debatten um den assistierten Suizid in den Rahmen eines Krimis und lotet Positionen und Grenzen aus. Das Buch lebt nicht von Eindeutigkeiten, sondern von einer freundlichen Nachdenklichkeit über die Lesarten von Selbstbestimmung und Solidarität heute. Es zeigt sich eine Leichtigkeit, die mit Schalk und neuen Bildern von Sterben und Tod tradierte Klischees und überzeichnete Ängste enttarnt.

„Es ist dem Autorinnenpaar gelungen, einen Plot zu schreiben, der die Gattung Hospizkrimi konstituiert und der Treppen baut, um in die Untergeschosse dieser Gesellschaft zu steigen, in Räume und Erfahrungen hinein, in Grenzbereiche des Lebens, die naheliegen, die ganz in der Nähe sind, die unter dem dünnen Eis einer Normalität zu erkennen, ja kriminelle Realität sind“ (Prof. Dr. Andreas Heller).

Die Autor/innen beschäftigen sich seit Jahren mit Themen rund um Palliative Care: Christine Bruker fragt als Sozialwissenschaftlerin und Sozialarbeiterin nach Formen guter Versorgung und Begleitung schwer erkrankter oder auch behinderter Menschen. Der als Hausarzt niedergelassene Mediziner Christoph Schmidt ist Kooperationspartner des Wilhelminen-Hospizes in Niebüll und Arzt im SAPV-Team.

  
Christine Bruker                    Christoph Schmidt